Künstliche Intelligenz in der Gemeindeverwaltung
Verstehen. Sicher anwenden. Verantwortungsvoll entscheiden
Unter dem Titel „Künstliche Intelligenz in der Gemeindeverwaltung“ veranstaltete das Gemeinde-Servicezentrum (GSZ) gemeinsam mit der Kärntner Verwaltungsakademie und der Technischen Universität Graz ein Seminar, das eindrucksvoll zeigte, wie konkret und praxisnah KI bereits heute in Gemeinden eingesetzt werden kann. Die Pilotveranstaltung richtete sich an Mitarbeiter:innen der teilnehmenden Gemeinden im Projekt „Digitale Leuchttürme“ und setzte einen klaren Impuls: Künstliche Intelligenz ist kein abstraktes Zukunftsthema, sondern ein Werkzeug für den Verwaltungsalltag.
Potenziale erkennen – Grenzen verstehen
Ein umfassender Überblick zu Beginn zeigte, was mit Künstlicher Intelligenz heutzutage bereits möglich ist und welche Anwendungen konkret denkbar sowie realistisch umsetzbar sind. Ein Streifzug durch anschauliche Beispiele machte die Potenziale greifbar und zeigte zugleich typische Fehlerquellen auf.
Deutlich wurde: KI kann u.a. Inhalte schnell strukturieren, Texte formulieren, Informationen verdichten und neue Perspektiven eröffnen. Gleichzeitig liefert sie keine automatisch geprüften Wahrheiten. Fachliche Bewertung, Plausibilitätsprüfung und Verantwortung bleiben eindeutig bei den Mitarbeitenden. Erst das Zusammenspiel von Technologie und Expertise schafft verlässliche Ergebnisse.
Praxis im Fokus: KI im täglichen Arbeitsablauf
Im Zentrum des Seminars stand die praktische Anwendung von KI anhand konkreter Aufgabenstellungen aus dem Gemeindeverwaltungsalltag. Dabei wurden verschiedene Einsatzbeispiele direkt erprobt. Ein besonderer Fokus lag auf der gezielten Formulierung von Prompts und der Frage, wie Anfragen aufgebaut sein müssen, um präzise und bürgerorientierte Texte zu erhalten. Der Vergleich unterschiedlicher Eingaben zeigte deutlich, wie entscheidend klare Struktur, passende Tonalität, Zielgruppenorientierung und ein definierter Informationsgehalt für die Qualität der Ergebnisse sind.
Konkreter Mehrwert für Gemeinden
Im gemeinsamen Austausch wurden praxisnahe Einsatzmöglichkeiten für den Verwaltungsalltag identifiziert, insbesondere zur Unterstützung von Bürgerinformation und Öffentlichkeitsarbeit, zur Zusammenfassung komplexer Dokumente, zur verständlichen Aufbereitung von Fachinhalten sowie zur Ideengenerierung für Projekte und Strategien. KI wurde dabei klar als Assistenzsystem verstanden: Sie beschleunigt Abläufe, schafft Überblick und liefert erste Entwürfe. Die fachliche Entscheidung und Verantwortung bleiben stets beim Menschen.
Sicherheit, Verantwortung und Medienkompetenz
Neben den Chancen wurden auch die Rahmenbedingungen intensiv beleuchtet. Datenschutz, Vertraulichkeit, Urheberrecht und Verantwortlichkeit wurden anhand praxisnaher Beispiele verständlich gemacht. Es wurde klar definiert, welche Inhalte nicht in offene Systeme eingegeben werden dürfen und welche organisatorischen Leitlinien erforderlich sind.
Ein besonderes Augenmerk lag auf KI-generierten Bildern. Wie entstehen solche Darstellungen? Was ist hinsichtlich Bildrechten zu beachten? Wie können künstlich erzeugte Inhalte transparent gekennzeichnet werden? Schritt für Schritt wurde demonstriert, wie Bildgeneratoren funktionieren und wo rechtliche sowie ethische Grenzen verlaufen.
Auch Themen wie Deepfakes und digitale Manipulation wurden aufgegriffen. Ziel war es, die Medienkompetenz der Teilnehmenden zu stärken und einen sicheren, reflektierten Umgang mit KI-Technologien zu fördern.
Ein gemeinsamer Weg in die digitale Zukunft
Das Seminar machte deutlich: Kärntens Gemeinden gehen den digitalen Weg entschlossen und praxisnah. Mit engagierten Gemeinden, dem GSZ als Partner der Verwaltungsakademie und der wissenschaftlichen Begleitung durch die Technische Universität Graz entsteht eine strukturierte Herangehensweise, die Innovation und Verantwortung verbindet.
Aufbauend auf der erfolgreichen Pilotveranstaltung sind zukünftig weitere Seminare in Kooperation mit der Kärntner Verwaltungsakademie und der Technischen Universität Graz geplant. Ziel ist es, Gemeinden nachhaltig zu befähigen, Künstliche Intelligenz dort einzusetzen, wo sie Effizienz steigert, Qualität sichert und echten Mehrwert schafft.n.“