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„Frischer Wind für Kärntens Gemeinden“ 17 neue Lehrlinge starten ihre Ausbildung

Vom 3. bis 5. September 2025 standen die Kärntner Gemeinden und das Gemeinde-Servicezentrum (GSZ) ganz im Zeichen der Zukunft: In Cap Wörth wurden die neuen Gemeindelehrlinge feierlich begrüßt und beim großen Onboarding in ihre Ausbildungszeit begleitet.

Dank der von Landesrat Ing. Daniel Fellner ins Leben gerufenen Förderung für die Lehrlingsausbildung haben zahlreiche Gemeinden den Schritt gewagt, eine Lehrstelle auszuschreiben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn 17 junge Menschen starten heuer in vier spannenden Lehrberufen ihre Ausbildung, von Verwaltungsassistenz über IT-Systemtechnik und bautechnische Assistenz bis hin zur Elektrotechnik. Damit ist ein wichtiger Impuls für die Fachkräfte von morgen gesetzt worden.

Die Onboarding-Tage boten den Lehrlingen die perfekte Gelegenheit, ihre neuen Kolleginnen und Kollegen sowie die Ausbilderinnen und Ausbilder kennenzulernen. Schon am ersten Tag war die Begeisterung spürbar. Nach der offiziellen Begrüßung standen Kennenlernspiele und Teamübungen mit der Firma teamgeist am Programm. Besonderes Highlight war das Bogenschießen, bei dem nicht nur die Treffsicherheit, sondern auch der Teamzusammenhalt gefragt war.

Am zweiten Tag drehte sich alles um die Kommunikation. Unter der Leitung von Mag. Jasmin Thamer lernten die Lehrlinge, wie man selbstbewusst telefoniert, klare Botschaften vermittelt und professionell auftritt. Dabei wurde schnell deutlich, dass Kommunikation weit mehr ist, als nur Worte aneinanderzureihen. Das, was gesagt wird, ist nicht immer das, was beim Gegenüber auch ankommt. Körpersprache, Tonfall, Haltung – all das entscheidet maßgeblich darüber, wie eine Botschaft verstanden wird.

In praktischen Übungen erfuhren die Lehrlinge, wie man Missverständnisse vermeiden kann, warum Zuhören oft wichtiger ist als Reden und wie wichtig es ist, Feedback richtig zu geben und anzunehmen. Besonders spannend war der Blick auf alltägliche Situationen, wie das Telefonat mit Bürgerinnen und Bürgern bis hin zur internen Zusammenarbeit im Gemeindeamt. Viele merkten dabei, dass kleine Details, wie ein freundlicher Einstiegssatz oder eine bewusst gewählte Pause, einen großen Unterschied machen können.

Dass dabei auch der Spaß nicht zu kurz kam, zeigte sich beim abendlichen Bowling-Ausflug in Klagenfurt, bei dem die Lehrlinge in lockerer Atmosphäre ins Gespräch kamen.

Der letzte Tag brachte wertvolle Inputs für die kommenden Lehrjahre. Von IT-Grundlagen über Datenschutz und Datensicherheit bis hin zu den Rechten und Pflichten von Lehrlingen bekamen sie praxisnahes Rüstzeug mit auf den Weg. Besonders berührend war die Präsentation der erarbeiteten Projekte vor den Eltern, die stolz erlebten, wie engagiert ihre Kinder in die Zukunft starten. Für viele war dieser Moment ein starkes Zeichen dafür, dass die Entscheidung für eine Lehre in der Gemeinde genau die richtige war.

Das GSZ hat mit diesen Onboarding-Tagen eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig Begleitung, Austausch und ein gutes Miteinander von Beginn an sind. Die Lehrlinge starten nun hochmotiviert in ihre Ausbildung und auch die Ausbilderinnen und Ausbilder haben viel Energie und Ideen mitgenommen.



Vorschau auf das Lehrjahr 2025/26 – Lernen, Erleben, Wachsen

Ein besonderes Highlight wartet übrigens noch: Erstmals wird es heuer auch eine Wien-Exkursion für Ausbilderinnen und Ausbilder geben. Bisher waren es vor allem die Lehrlinge, die solche Fahrten unternehmen durften, umso spannender ist nun diese Premiere. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, lohnt es sich, rasch einen Platz zu sichern!

Darüber hinaus steht im Oktober ein Vernetzungstreffen am Programm, das wieder Gelegenheit zum Austausch und zum Knüpfen neuer Kontakte bieten wird. Hier können sich Ausbilder in entspannter Atmosphäre begegnen, die Erfahrungen der ersten Wochen reflektieren bzw. mit erfahreneren Kolleginnen und Kollegen über die Herausforderungen und aktuelle Probleme in der Lehrlingsausbildung diskutieren. Begleitet wird dieses Treffen von einem Coach, der dabei hilft, konkrete Lösungsansätze für individuelle Fragestellungen zu entwickeln.

Doch nicht nur besondere Events prägen das neue Lehrjahr, auch ein gut durchdachter Fortbildungsplan begleitet die Lehrlinge durch die kommenden Monate. Ziel ist es, die Jugendlichen nicht nur fachlich, sondern auch persönlich zu stärken und sie Schritt für Schritt mit den vielfältigen Aufgaben in den Gemeinden vertraut zu machen.

Die Themen reichen von Politik und Verwaltung in der Gemeinde, wo ein Blick hinter die Kulissen der kommunalen Abläufe ermöglicht wird, über das praxisnahe Seminar „Leichter Lernen & Mentale Resonanz“, das wertvolle Tipps zum erfolgreichen Lernen und zur inneren Balance vermittelt. Fachliche Schwerpunkte setzen die Seminare zu den Themen Baurecht & Raumordnung sowie Finanzverwaltung, bei denen die Lehrlinge in zentrale Bereiche der Gemeindearbeit eingeführt werden. Auch die scheinbar kleinen Dinge des Alltags, die in Wahrheit große Wirkung haben, kommen nicht zu kurz. Im Seminar „Notiz, Aktenvermerk, Protokoll – wann, was und warum?“ werden Grundlagen für sauberes und professionelles Arbeiten gelegt.

Besonders spannend verspricht auch die Exkursion zum Thema Daseinsvorsorge & Infrastruktur zu werden, bei der die Lehrlinge hautnah erleben, wie vielseitig und bedeutsam die Aufgaben der Gemeinden, beginnend bei der Wasserversorgung bis hin zu Verkehr und Energie, sind.

Mit diesem Mix aus fachlicher Vertiefung, persönlicher Entwicklung und praxisnahen Einblicken ist sichergestellt, dass das Lehrjahr 2025/26 für die Lehrlinge ebenso wie für ihre Ausbilderinnen und Ausbilder ein besonders lehrreiches und motivierendes wird.